Hauseigene Küche

Hauseigene Küche
- Umfang unserer hauswirtschaftlichen Leistung
- Unsere Küche
- Unsere Essenszeiten
- Angebot für Bewohner mit gerotopsychiatrischen Veränderungen
Umfang unserer hauswirtschaftlichen Leistung
Zum besseren Verständnis lässt sich der hauswirtschaftliche Bereich gliedern:
- hauseigene Küche
- hauseigene Wäscherei
- Hausreinigung
Unsere Küche
sorgt für das leibliche Wohlbefinden - frisch und schmackhaft auf den Tisch….
Essen verstehen wir nicht als reine Nahrungsaufnahme, sondern als Beitrag zur Aktivierung und als Instrument zur Tages– und Jahresstrukturierung.
In unserer Küche werden täglich frische Mahlzeiten in den unterschiedlichsten Kostformen zubereitet. Das Angebot an Speisen und Getränken ist reichhaltig, abwechslungsreich, schmackhaft und auf die diätetischen und individuellen Bedürfnisse unserer Bewohner abgestimmt. Regionale und saisonale Besonderheiten finden ihren Niederschlag im Speiseplan. Wir bieten täglich drei qualitativ hochwertige Mittagsmenues an. Bei der Menuewahl beraten wir Sie gerne und berücksichtigen spezielle Wünsche so weit wie möglich.
Mobile Bewohner aller Wohnbereiche nehmen ihre Mahlzeiten im Cafe im Erdgeschoss ein.
Unsere Essenszeiten
| Frühstücksbüffet: | 07.45 Uhr – 10.15 Uhr |
| Mittagessen: | 12.00 Uhr – 13.00 Uhr |
| Nachmittagskaffee: | ab 15.00 Uhr |
| Abendessen in Büffetform: | 17.45 Uhr – 19.00 Uhr |
Zwischen– und Spätmahlzeiten gibt es im Cafe und in den einzelnen
Wohnbereichen: Obst, Joghurt, Pudding, Buttermilch, Milchmixgetränke usw.
An Getränken stehen Mineralwasser, Kaffee und Tee in beliebiger Menge bereit, vervollständigt wird dieses Angebot durch so genannte Getränkeinseln in jedem Wohnbereich. Hier hat der Bewohner die Möglichkeit, sich mit Getränken außerhalb der Mahlzeiten zu versorgen.
Über das Jahr verteilt werden die verschiedenste kulinarischen Höhepunkte angeboten. So gibt es beispielsweise ein Frühlingserwachen, Spargelessen, Grillabende in den Sommermonaten, Reisen ohne Koffer, Advents– und Weihnachtsfeiern.
Dem Küchenteam liegt das leibliche Wohl der Bewohner am Herzen!
Angebot für Bewohner mit gerotopsychiatrischen Veränderungen
Bei älteren Menschen beeinflussen verschiedene Faktoren das Ess- und Trinkverhalten. Hierzu gehört zum einen die nachlassende Sinneswahrnehmung, Appetitmangel, Kau- und Schluckbeschwerden und ein fehlendes Durstgefühl. Die Vielzahl der eingenommenen Medikamente haben ebenso Einfluss auf das Essen und Trinken.
Vor allem die geistigen Veränderungen führen zu Problemen. Speisen werden nicht mehr erkannt. Püriertes oder unbekanntes Essen wird abgelehnt.
- Wir bieten bei Kaustörungen möglichst weiche Kost an und kochen die Speisen gabelweich. Wir bieten Speisen mit ähnlicher Konsistenz aller Zutaten an. Dies erleichtert den Betroffenen sowohl das Kauen als auch das Schlucken.
- Störungen beim Sehen und der räumlichen Wahrnehmung führen häufig dazu, dass der Demenzkranke die Speisen und Getränke nicht erkennt. Bunte Farben beim Geschirr und schön angerichtete Speisen wecken das Interesse und können vielleicht Erinnerungen hervorrufen.
- Auch bei Getränken wird darauf geachtet, dass sie überhaupt wahrgenommen werden. Ein Glas mit Mineralwasser bleibt häufig unberührt stehen, da es nicht gesehen wird. Wir bieten Mineralwasser in farbigen Gläsern oder Bechern oder einen Saft mit kräftiger Farbe angeboten, so ist die Aufmerksamkeit erhöht.
Durch den Bewegungsdrang und die innere Unruhe verbrauchen Demenzkranke zum Teil erhebliche Mengen an Energie. - Wir setzen energiereiche Lebensmittel ein: Verfeinern Soßen, Suppen und Aufläufe mit Sahne oder Creme fraiche, geben Butter oder Pflanzenöl zu Gemüsegerichten, verwenden Sahnequark und Sahnejoghurt.
- Wir stellen Knabbereien für zwischendurch bereit in Form von Fingerfood, z. B. Kekse, Cracker, Nüsse, Käsehäppchen. Platzieren Sie dieses an Stellen, die von dem unruhigen Bewohner häufig frequentiert werden (so genanntes "Eat-by-walking").
- Wir bieten kalorienreiche Zwischenmahlzeiten zu, z. B. Milchshakes aus pürierten Früchten, Sahne, Quark und Zucker an.
- Bei starkem Gewichtsverlust werden nach Rücksprache mit dem Arzt energie- und nährstoffreiche Trinknahrungen (z. B. Clinutren 1.5, Fresubin Energy Drink, Biosorb Energie) eingesetzt.
- Auch geschmacksneutrale, energiereiche Pulver (z. B. Maltodextrin-Pulver) werden zur Anreicherung normaler Speisen eingesetzt.
Die Ernährung von Demenzkranken unterscheidet sich nicht wesentlich von der Ernähung, die für andere Senioren gilt. Es muss also eine ausgewogene Ernährung sein, die vor allen Dingen schmeckt und sich an der Biographie orientiert. Bei Bedarf sind Nahrungsergänzungsmittel (Vitamine, Mineralstoffe) notwendig. Auf eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung ist unbedingt Wert zu legen. - Es eignen sich vor allem bekannte und regionale Gerichte. Ebenso werden fettreiche und süße Speisen bevorzugt. Pikante Speisen lassen sich mit Zucker oder Süßstoff anreichern, um so den Appetit zu fördern. In erster Linie gilt, dass den Betroffenen das Essen schmeckt. Besonders muss darauf geachtet werden, dass energiereiche Lebensmittel gegessen werden. Kräftiges würzen und eine appetitliche Anrichteweise fördert die Lust am Essen. Bei Schluckstörungen ist eine leicht trinkfähige Konsistenz der Getränke sinnvoll. Püriertes Essen wirkt nicht appetitanregend, daher sollte es nur selten auf dem Speisplan stehen. Speisen dürfen auch nicht zu heiß angeboten werden, damit sich die Betroffenen nicht verbrühen.
Viele Demenzkranke beherrschen auch nicht mehr die Tischsitten, die sie einmal gelernt haben. Eine Hilfestellung beim Essen sollte hier so dezent und unauffällig wie möglich geschehen. - Wenn die Betroffenen nicht mit Besteck essen wollen oder können, bieten wir auch „Fingerfood“ an. Speisen werden in mundgerechte Stücke geschnitten, die man gut greifen kann. Zum Beispiel Fleischstücken, Gemüse, Kartoffeln/ Kroketten, Fischstäbchen, Hackbällchen. Suppen ohne Einlage werden in Tassen angeboten. Angedickte Süßspeisen werden ebenso in Stücke geschnitten. So entspannt sich die Situation bei Tisch ganz deutlich.